Das
sagte mein Partnerlehrer, mit dem ich jetzt die 2. Klasse
unterrichte, heute mittag in der letzten Stunde. In Erinnerung an die
Regenminuten in den letzten Tagen habe ich das aber nicht so ernst
genommen und mich sogar fast schon ein bisschen darauf gefreut, da
der Tag so drückend heiß und sonnig begonnen hatte.
Als
die Schule dann um 15 Uhr schloss, machte ich mich auf den
Nachhauseweg, erste Tropfen fielen – und dann fing es an. Um nicht
klitschnass zu werden, konnte ich mich noch schnell unter ein kleines
Vordach flüchten, wurde aber dann von der Bewohnerin aufgefordert,
ins Haus zu kommen. Am Anfang hatte ich noch gezögert, im Nachhinein
bin ich aber froh, dass ihr folgte, denn der Regen wurde immer
stärker. In der Wohnstube saß ich dann mit der freundlichen Frau
und habe Fernsehen geschaut, erst eine der ghanaischen Soaps, dann
Wrestling. Das war eine recht kuriose Situation, weil ich in dem
fremden Haus etwa eine Stunde saß und mich teilweise auch alleine
dort aufhielt, weil die Frau hin und wieder in eine benachbarte
Wohnung ging, um Essen zu kochen. Als der Regen dann endlich weniger
wurde, machte ich mich wieder auf den Weg, musste aber von meiner
geplanten Route absehen, da sie überflutet war. Nach ein paar
Minuten kam ich dann an einer Wiese vorbei, bei der ich mich
plötzlich fragte, ob sie tatsächlich so dermaßen überflutet sein
konnte oder ob das vielleicht ein kleiner See war, den ich bisher nie
wahrgenommen hatte. Unglaublich. Dann kam ich irgendwann zu einer
Riesenpfütze, die unüberquerbar schien. Während ich da so
durchnässt stand und es noch immer weiter nieselte, beobachtete mich
eine lachende Familie in der Haustür ein paar Meter weiter.
Letztlich halfen sie mir, den Weg zu passieren und wir feierten den
Erfolg. Das war sehr lustig. Endlich zuhause angekommen, habe ich
dann erstmal geduscht und mich frisch gemacht.
Das
war der krasseste Regenfall, den ich hier (und ich glaube auch in
Deutschland) bisher erlebt habe. Was für ein verrücktes Wetter.
