Am
17. September bin ich mit ein paar deutschen Freunden mehr oder
weniger spontan nach Agona Duakwa gefahren, um dort ein Festival zu
besuchen. Mit uns fuhren der Gastbruder eines Freiwilligen und dessen
Freund. Das war super, da sich die beiden dort gut auskannten und uns
so ein bisschen durch den Ort (der übrigens geschätzte 20 km von
hier entfernt liegt) führen konnten. Auch wenn das immer wieder ein
merkwürdiges Gefühl ist, in einer größeren Gruppe (von Europäern)
herumzulaufen, da man sich dann gleich wie ein Tourist fühlt, war
das ein echt schöner und erfahrungsreicher Tag. Eine frisch
gepflückte Kakaofrucht zu probieren und generell einfach eine andere
Stadt zu besichtigen, war sehr interessant. Und nicht zuletzt war da
ja noch das Festival. Das Thema der Veranstaltung hieß: „Your
child's education: your future glory“. Es ging also um
Bildungspolitik und Schulsysteme. Dazu waren auch diverse Minister
anwesend, die durch ihr Einfahren in fetten Jeeps einen pompösen
Auftritt hinlegten. Wir hatten aufgrund unserer Plätze in der ersten
Reihe sogar die Chance, allen die Hand zu geben. Leider waren die
Reden überwiegend auf Fante gehalten, aber trotzdem war das Festival
im Großen und Ganzen recht unterhaltend. Neben einem Blasorchester,
einem Trommelensemble und „traditionellen Tänzen“ waren auch
alleine die Gewänder der Stadtoberhäupter spannend anzusehen.
| Der Stadtkönig (glaube ich) hält seine Rede |
Zudem
war natürlich auch die Presse anwesend, die hin und wieder auch
gezielt uns „Obrunis“ filmen zu wollen schien.
Vor
ein paar Tagen sah ich dann einen kurzen Bericht über das Festival
im Fernsehen, aber wir waren leider nicht zu sehen. Trotzdem war es
im Nachhinein ein schönes Gefühl, da gewesen zu sein und so einen
erlebnisreichen Samstag mitgenommen zu haben.
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