Sonntag, 25. September 2011

Festival in Agona Duakwa


Am 17. September bin ich mit ein paar deutschen Freunden mehr oder weniger spontan nach Agona Duakwa gefahren, um dort ein Festival zu besuchen. Mit uns fuhren der Gastbruder eines Freiwilligen und dessen Freund. Das war super, da sich die beiden dort gut auskannten und uns so ein bisschen durch den Ort (der übrigens geschätzte 20 km von hier entfernt liegt) führen konnten. Auch wenn das immer wieder ein merkwürdiges Gefühl ist, in einer größeren Gruppe (von Europäern) herumzulaufen, da man sich dann gleich wie ein Tourist fühlt, war das ein echt schöner und erfahrungsreicher Tag. Eine frisch gepflückte Kakaofrucht zu probieren und generell einfach eine andere Stadt zu besichtigen, war sehr interessant. Und nicht zuletzt war da ja noch das Festival. Das Thema der Veranstaltung hieß: „Your child's education: your future glory“. Es ging also um Bildungspolitik und Schulsysteme. Dazu waren auch diverse Minister anwesend, die durch ihr Einfahren in fetten Jeeps einen pompösen Auftritt hinlegten. Wir hatten aufgrund unserer Plätze in der ersten Reihe sogar die Chance, allen die Hand zu geben. Leider waren die Reden überwiegend auf Fante gehalten, aber trotzdem war das Festival im Großen und Ganzen recht unterhaltend. Neben einem Blasorchester, einem Trommelensemble und „traditionellen Tänzen“ waren auch alleine die Gewänder der Stadtoberhäupter spannend anzusehen. 

Der Stadtkönig (glaube ich) hält seine Rede
 
Zudem war natürlich auch die Presse anwesend, die hin und wieder auch gezielt uns „Obrunis“ filmen zu wollen schien.
Vor ein paar Tagen sah ich dann einen kurzen Bericht über das Festival im Fernsehen, aber wir waren leider nicht zu sehen. Trotzdem war es im Nachhinein ein schönes Gefühl, da gewesen zu sein und so einen erlebnisreichen Samstag mitgenommen zu haben.

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