Dieser Post soll eine Ergänzung zu dem vorherigen Beitrag sein. Da ich in der letzten Zeit kein Internet bzw. keine Möglichkeit hatte, Bilder hochzuladen, will ich das hiermit jetzt nachholen, damit ihr ein paar Eindrücke des Urlaubs bekommt und das Geschriebene vielleicht besser nachvollziehen könnt.
Natürlich ist das nur ein kleiner visueller Einblick in meinen Urlaub und ich habe noch Hunderte weitere Bilder, aber das Hauptproblem ist, dass es Zeit und Internetkapazität kostet, viele Fotos hochzuladen. Trotzdem, denke ich, ergänzt das den vorausgegangenen Textbeitrag wenigstens ein bisschen.
Montag, 6. Februar 2012
Donnerstag, 12. Januar 2012
Meine Ferien
Nun
ist schon Januar, die Ferien sind vorbei und seit vorgestern, dem 10.01.,
geht die Schule wieder los. In den letzten Wochen ist viel passiert.
Der
Dezember verging relativ schnell, was ich vor allem auf die Vorfreude
auf die Ferien zurückführe. Bevor es aber so weit war, gab es noch
einen recht stressigen, anstrengenden Endspurt, in dem die Examen und
die Reports (Zwischenzeugnisse) geschrieben wurden. Auch ich selber
verfasste einige Prüfungsaufgaben für meine Fächer I.C.T. Und
Creative Arts (dazu an anderer Stelle mehr). Die Ergebnisse fielen
recht unterschiedlich aus, konnten aber mit den anderen Fächern
glücklicherweise schon mithalten. Als schließlich alles geschafft
war, wurde am 22.12. „our day“ zelebriert. An diesem Tag ist es
jedem, sowohl Schüler als auch Lehrer, erlaubt, in beliebiger
Hauskleidung aufzutauchen. Außerdem ist es Brauch, dass die Schüler
ihr eigenes Essen mitbringen und keines, wie üblicherweise, in der
Schule kaufen. Große Lautsprecher wurden aufgestellt und die ganze
Schule war in Feierlaune. Nach einer Weile wurden dann die Zeugnisse,
Elternbriefe und letzte korrigierte Examen von den Klassenlehrern an
ihre Schüler verteilt.
Noch
am selben Tag trafen sich Hanna (die andere Freiwillige in der
Schule) und ich mit einigen unserer Kollegen in einem Spot
(vergleichbar mit einem Pub), um die Lehrer mal außerschulisch
besser kennenzulernen.
Nun
waren endlich Ferien und ich war schon gespannt, wie die
Weihnachtszeit und der geplante Urlaub in den Norden Ghanas verlaufen
würde. An den Weihnachtstagen war ich zuhause und traf mich mit
Freunden in der Stadt. Ein großes Weihnachtsfest gab es in dem Sinne
gar nicht. Das einzig wirklich außergewöhnliche, das die Tage vom gewohnten
Alltag unterschied, war der Kirchenbesuch am 25. und die Tatsache, dass wir einige
Kuchen gebacken hatten. Dabei will ich nicht das ghanaische
Weihnachtsfest darauf reduzieren, sondern bloß bemerken, wie ich es
erlebt habe. Generell war es schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen.
Zwar hörte man ab dem 24. ständig den lokalen Glückwunsch
„Afischjampoo“ oder ghanaische und europäische Weihnachtslieder,
aber trotzdem passten die 32° C nicht so ganz in mein gewohntes Bild
von Weihnachten.
Nichts
desto trotz habe ich die Tage genossen. Ich war auch nicht
enttäuscht, da ich kaum Erwartungen an das Fest gestellt habe und
ich diese Weihnachten als Erfahrung mitnehmen kann, losgelöst von
irgendeiner Bewertung.
Am
27. Dezember klingelte mein Wecker um kurz nach 3 in der Nacht, da
ich zusammen mit einer Freundin nach Kumasi fahren wollte, um von
dort aus mit einer weiteren Freiwilligen die bereits erwähnte Reise
in den Norden zu starten. Insgesamt waren wir 13 Tage unterwegs,
besuchten einige Städte und kamen sogar bis zur Grenze zu Burkina
Faso. Unsere Reiseroute verlief über Kumasi, Techiman, Tamale,
Larabanga, Wa, Bolgatanga und wieder zurück über Tamale und Kumasi.
An diesen Orten hielten wir uns dann für die Nächte auf und
besichtigten die Innenstädte. Außerdem unternahmen wir einige
Tagesausflüge von unseren Hotels zu touristischen Reisezielen oder
kleinen Orten in der Umgebung.
Der
Urlaub war sehr spannend und hat viel Spaß gemacht. Vor allem war es
beeindruckend zu sehen, wie sehr sich der Norden des Landes vom Süden
unterscheidet, sowohl landschaftlich (trockene, staubige und
großflächige Flachlandsavannen) als auch in der Bevölkerung. Da
diese in den nördlichen Regionen nämlich überwiegend muslimisch
geprägt ist, unterschieden sich die meisten Menschen schon in der
Kleidung von den hiesigen Einheimischen. Zudem gab es viel mehr
Leute, die mit Fahrrädern und Motorbikes unterwegs waren und auch
die Reaktion auf Weiße war total anders. Je weiter wir gen Norden
fuhren, so schien es, desto mehr Leute hielten es für normal,
„Obrunis“ (dort „Nasara“ genannt) zu sehen. Das war
unglaublich angenehm!
Rückblickend
war das eine wirklich schöne Reise und ich habe viel erlebt; alles
im Detail hier zu berichten würde den Rahmen sprengen. Um Fotos
hochzuladen, reicht die Internetkapazität leider nicht, aber ihr
werdet die an anderer Stelle noch zu sehen bekommen.
Liebe
Grüße und „Happy New Year!“
Montag, 19. Dezember 2011
Herr Mudu and Herr Peter
"Hello, wie gehts?" - als ich das heute auf einem ruhigen Schleichweg nach hause hörte, war ich erst mal recht überrascht, weil ich keinen Obruni in der Nähe gesehen, sondern nur zwei Herren mittleren Alters auf einer Bank wahrgenommen hatte. Ich drehte mich um und sah die zwei grinsenden Männer an, ebenfalls grinsend, denn wie sich herrausstellte, konnte einer der Herren weitaus mehr deutsch, als diese Floskel. Ich erwiderte also die Begrüßung und es kam zu einem Gespräch mit den beiden äußerst freundlichen Personen. Eine solche Konversation mit Ghanaern hatte ich nun lange nicht mehr erlebt, zum einen, weil sie mitunter dreisprachig war (deutsch, englisch, fante) und zum anderen, weil sich das Gespräch hauptsächlich auf kulturelle Unterschiede zwischen Ghana und Deutschland konzentrierte. Die beiden Männer, "Herr" Mudu und "Herr" Peter, waren nämlich bereits in Deutschland gewesen, was die Unterhaltung sehr interessant werden ließ. Herr Mudu hatte einen Job als Gärtner für 4 Monate in Bayern gehabt . Für diese "kurze" Zeit, die er dort gewesen war, erstaunten mich seine deutschen Sprachkenntnisse. Wir konnten uns bis auf vereinzelte Verständnisschwierigkeiten eigentlich durchgängig auf deutsch unterhalten. Herr Peter ist ein Reisender, der durch Schifffahrt schon in zahlreichen Ländern der Welt war, unter anderem auch in Deutschland für rund einen Monat. Die beiden waren sehr interessiert, wie es mir hier in Ghana geht, wie ich mich gefühlt habe, als ich hier ankam, und was für Erwartungen ich hatte. Ebenso interessant für mich war es, zu erfahren, wie sie Deutschland empfunden haben. Beide äußerten sich positiv z.B. zum Essen, zu den Städten und der Höflichkeit. Aber die Kälte, die hohen Preise und erschreckenderweise, obwohl mir das bewusst war, Rassismus wurde auch angesprochen.
Das Gespräch sprang hin und her zwischen der Beschreibung meines Freiwilligenjahrs, der Schwierigkeit, in Deutschland ghanaisches Essen zu kochen, Indien und Herrn Peters Erfahrungen dort, Vorurteilen gegenüber Ghana und Afrika, Visumskosten, Diskriminierung in Deutschland und Obruni-Rufen in Ghana.
Das Gespräch war so interessant und es hat so viel Spaß gemacht, mich mit diesen reflektierten, sympathischen Männern zu unterhalten, dass ich schließlich erst nach etwa 1 einhalb Stunden meinen Weg nach hause fortsetzte. Die Verabschiedung war sehr herzlich und wir waren uns einig, die Unterhaltung demnächst fortzusetzen.
Als ich dann weitermarschierte, kaufte ich noch ein paar Bo-Froots (eine Art Berliner ohne Füllung und Guss), führte ein paar kleine Gespräche in Fante und musste die ganze Zeit an das wirklich nette Gespräch zurückdenken.
Das Gespräch sprang hin und her zwischen der Beschreibung meines Freiwilligenjahrs, der Schwierigkeit, in Deutschland ghanaisches Essen zu kochen, Indien und Herrn Peters Erfahrungen dort, Vorurteilen gegenüber Ghana und Afrika, Visumskosten, Diskriminierung in Deutschland und Obruni-Rufen in Ghana.
Das Gespräch war so interessant und es hat so viel Spaß gemacht, mich mit diesen reflektierten, sympathischen Männern zu unterhalten, dass ich schließlich erst nach etwa 1 einhalb Stunden meinen Weg nach hause fortsetzte. Die Verabschiedung war sehr herzlich und wir waren uns einig, die Unterhaltung demnächst fortzusetzen.
Als ich dann weitermarschierte, kaufte ich noch ein paar Bo-Froots (eine Art Berliner ohne Füllung und Guss), führte ein paar kleine Gespräche in Fante und musste die ganze Zeit an das wirklich nette Gespräch zurückdenken.
Dienstag, 29. November 2011
Fußball, Schule und Urlaub
Nun ist mein letzter Eintrag schon wieder eine ganz schöne Weile her. Falls ihr hier täglich nach Neuigkeiten gesucht haben solltet, möchte ich mich für die Warterei entschuldigen. Die Zeit vergeht hier relativ schnell und ich habe oft nicht die Ruhe, mich an einen ausführlichen Lagebericht zu setzen.
Mit diesem Post möchte ich kein spezielles Ereignis beschreiben, sondern euch ein paar Bilder zeigen, um euch einen visuellen Eindruck meines ghanaischen Lebens zu geben, zumindest ein kleines Stück weit.
Vielleicht habt ihr durch die Bilder ja ein paar unterbewusste Fragen beantworten können. Bis bald!
Mit diesem Post möchte ich kein spezielles Ereignis beschreiben, sondern euch ein paar Bilder zeigen, um euch einen visuellen Eindruck meines ghanaischen Lebens zu geben, zumindest ein kleines Stück weit.
Vielleicht habt ihr durch die Bilder ja ein paar unterbewusste Fragen beantworten können. Bis bald!
Abonnieren
Posts (Atom)