Heute
war ich mit meiner Gastmutter und meinem kleinen Gastbruder in
Bobikuma, ein kleiner Ort geschätzte 30 km von Swedru entfernt.
Meine Gastmutter wollte dort ihre Schwägerin besuchen und hatte mich
gefragt, ob ich mitkommen wolle. Da ich sowieso noch nichts geplant
hatte und gerne ein bisschen „rumkommen“ wollte, willigte ich
also ein. Nach dem Waschen meiner Klamotten und einem kleinen
Frühstück ging es dann los. Vom Haus zu Fuß zur Main Road, von der
Main Road mit einem Taxi zur Tro-Tro-Station in der Innenstadt und
von dort mit einem Tro-Tro nach Bobikuma.
| Zusammen mit Tina und Kweku im Tro-Tro |
Tro-Tros
sind übrigens Kleinbusse, die bestimmte Routen fahren. In unserem
waren wir heute mit 13, also verhältnismäßig wenig Leuten, denn
teilweise sind schon mal über 20 Mitfahrer an Bord. Neben dem Fahrer
gibt es auch immer einen „Mate“, der das Geld einsammelt und
während der Fahrt in den Straßen verkündet, wo man hinfährt. Die
heutige Fahrt dauerte etwa 40 Minuten und kostete 1 Cedi, also etwa
50-60 Cent.
Angekommen
bei den Verwandten in Bobikuma wurden wir herzlich begrüßt und
bekamen erst mal was zu trinken. Wir saßen in einem kleinen Innenhof
und meine Gastmutter unterhielt sich mit den Menschen, die sich dort
aufhielten (ich bin mir nicht sicher, wer zu der Familie gehörte und
wer ein Bekannter aus der Nachbarschaft war. Verschiedene Personen
kamen und gingen, wechselten sich beim Kochen ab oder säuberten den
Hof). Ich saß eigentlich überwiegend bloß dabei und war nur
gelegentlich in Gespräche involviert, denn es wurde quasi
durchgehend Fante gesprochen und ich hatte den Eindruck, dass manche
der anwesenden Personen auch kaum Englisch konnten. Der Titel dieses
Artikels bedeutet übrigens soviel wie „Tut mir Leid, ich verstehe
Sie nicht“.
Trotzdem
war es interessant, dort zu sein, da das Leben dort einfach noch
ländlicher zu sein schien.
Zwischendurch
wurden ich und Kweku (mein Gastbruder) dann noch von einem kleinen
Jungen der Familie in die Stadt geführt, um ein paar Eindrücke
sammeln zu können. Als es aber dann wieder anfing, so stark zu
regnen, standen wir (zusammen mit rund 15 anderen Kindern, die uns
auf dem Weg gefolgt waren) erst mal für eine gute Stunde unter einem
Vordach und warteten.
Bevor
wir wieder nach Hause fuhren, gab es noch eine Riesenportion Fufu (eine Art zäher Brei aus Plantains und Cassava). Da wir kurz nach unserer Ankunft schon Plantains (Kochbananen) gegessen
hatten, war ich am Ende des Tages also gut gesättigt.
| Fufu stampfen |
Auch
wenn ich heute eigentlich gar nichts Großes unternommen habe, war es
doch ein spannender Tag, vor allem deshalb, weil es mir vorkam, als
sei ich wirklich der erste Obruni, also Weiße dort in der Gegend
gewesen. Die zwischenmenschlichen Begegnungen und Wahrnehmungen
machten den Tag für mich persönlich sehr erlebnisreich.
Ja cool! Endlich sieht man mal Bilder, die dich und deine Gastmutter zeigen. Schön!!
AntwortenLöschenVielen Dank für diesen tollen Artikel,hab ihn gern gelesen.
Machs weiterhin gut dort.
Ich vermisse dich :)
Ma
Plantains und Fufu hinterher - nicht schlecht :-P
AntwortenLöschenAye koo.